Auf die Erdbeeren – fertig – los

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Für mich läuten Erdbeeren den Sommer ein. Der erste Erdbeerstand lässt die Marmeladegläser fast von alleine vom Keller hochkommen, die Kuchen werden fruchtiger und mit den Erdbeeren wandert auch das Eis auf unseren Speiseplan

Doch die Erdbeere ist ganz schön gerissen und auch empfindlich. Die vermeintlich rote Frucht ist ja in Wahrheit nur eine Scheinfrucht. Die eigentlichen Früchte der Erdbeere sind die kleinen, grünen Körner an der Oberfläche. Dabei handelt es sich um Nüsse, die nun vielfach auf der Oberfläche verteilt sind. Somit ist eine Erdbeere gesund, aber streng genommen gar kein Obst.

Dass Erdbeeren gesund sind, liegt auf der Hand. Sie enthalten viele wichtige Inhaltsstoffe und das, obwohl sie zu 90 Prozent aus Wasser bestehen. Die verbleibenden zehn Prozent haben es in sich. 100 Gramm Erdbeeren enthalten mehr Vitamin C – nämlich fast 59 mg – als Orangen(50 mg). Mit nur 170 Gramm kann ein Erwachsener demnach den Tagesbedarf komplett decken.

Hinzu kommt, dass Erdbeeren dank ihres kaum vorhandenen Fett- und ihres niedrigen Kohlenhydratgehaltes nur 32 Kilokalorien pro 100 Gramm enthalten. Damit sind Erdbeeren nicht nur gesund, sondern auch noch der ideale Sommer-Snack für die schlanke Linie.

Quellverweis: www.eatsmarter.de

Nicht schlecht übrigens, das zu wissen, denn Erdbeeren halten nicht besonders lange. Am besten verarbeitet man sie noch am selben Tag oder ungewaschen im Kühlschrank für maximal zwei Tage, wobei das Aussehen da schon massiv leidet.

In ihrer Verwendung sind sie nicht besonders variabel. Am besten verwendet man sie roh in diversen Obstkuchen- und -tortenvarianten (pur geliert oder mit Milchprodukten) oder zu Eisherstellung. Warm funktionieren sie maximal im Erdbeerknödel oder für Crumble. Durch den hohen Wassergehalt wird die Erdbeeren nach dem Erhitzen schnell ein kleiner Matsch.

Deswegen ist die Erdbeere eine der beliebtesten Marmelade“früchte“. Ohne viel Vorbereitung sind sie rasch zerkleinert und „zerfallen“ mehr oder weniger schon zu Marmelade. Doch auch hier gibt es eine kleine Hürde, denn jeder hat sicher schon mal die Erfahrung der „zu flüssigen“ Erdbeermarmelade gemacht und es kursieren die tollsten Tipps, wie das zu vermeiden ist. Aber warum ist das so?

Pektine sind rein pflanzliche Stoffe, die der Marmelade zu ihrem Stand verhelfen. Sie sind ein natürliches Geliermittel, das in beinahe allen Früchten vorkommt. Aber: Nicht alle Früchte sind gleich. Einige besitzen mehr Pektin, andre weniger. Erdbeeren (so wie auch Kirschen und Birnen) besitzen leider sehr wenig Pektin.

Wenn du mit Gelierzucker arbeitest, lohnt sich ein kurzer Blick auf die Zutaten. Die meisten Gelierzucker haben direkt Zitronensäure und Pektin dabei. Trotzdem lohnt es sich, gerade bei Erdbeeren, mit etwas Zitronensaft oder Zitronensäure zu ergänzen. Pektin ist zwar ein natürliches Geliermittel, braucht dazu aber zwingend Säure. Ohne Säure wird Marmelade nicht fest.

MEIN TIPP für Erdbeermarmelade: auf 1 kg Erdbeeren 5g Zitronensäurepulver zugeben und ab dem Einschalten der Herdplatte 13 Minuten lang  immer rühren. Dabei köchelt das Ganze so ungefähr 5-6  Minuten - etwas anstrengend ohne dem "Gerät mit X", aber es funktioniert.

REZEPT ERDBEER-CREMESCHNITTE

ZUTATENLISTE:

TK Blätterteig

500g mittelgroße frische Erdbeeren
8 Blatt Gelatine
2 Dotter
150g Feinkristallzucker
1Pr.Salz
300ml Milch
20g Vanillepuddingpulver
1 Vanilleschote
Abrieb einer Bio-Zitrone

500ml Obers (Sahne)
10g Vanillezucker

100g Erdbeermarmelade
100g Staubzucker
2TL versprudeltes Eiklar
1 Spritzer Zitronensaft 

ZUBEREITUNG (Aufwand: ca. 2 Stunden + 4 Stunden Kühlzeit)

Backrohr auf 200°C Ober-Unterhitze vorheizen.

TK-Blätterteig ausrollen und zu zwei Rechtecken mit ca. 21x28cm halbieren. Die Rechtecke je auf ein Backblech mit Backpapier legen, einstechen und kühl stellen bis der Ofen vorgeheizt ist.

Wenn das Backrohr vorheizt ist, das Teigrechteck noch mal mit Backpapier abdecken, ein zweites Backblech drauflegen und so für die ersten 10 Minuten ins Backrohr schieben (blind backen!) Wir backen also 10 min „blind“, danach das „zweite Backrohr“ und das Backpapier entfernen und 7-8 min fertig backen. (gesamte Backzeit: ca. 18 Minuten) Dadurch bleibt der Teig gleichmäßig „hoch“ (mit dem zweiten Teigteil genauso verfahren!) Danach die Teige auskühlen lassen.

CREME: 
Dotter mit 4EL Milch und dem Puddingpulver glatt rühren.
Vanilleschote auskratzen. Schote und Mark mit der restlichen Milch, Zucker, Salz und Zitronenabrieb ca. 2 min köcheln lassen, und danach die Vanilleschote entfernen. 
Nun die Puddingcreme einrühren und ca. 1 Minute unter Rühren kochen lassen.
Creme auf unter 65°C abkühlen lassen
In der Zwischenzeit 8 Blatt Gelatine in kaltem Wasser einweichen, gut ausdrücken und - wenn die Creme die richtige Temperatur erreicht hat - die weichen Gelatineblätter einrühren , die Creme glatt rühren und mit Folie abgedeckt  ca 1 Stunde abkühlen lassen.
Danach Obers mit Vanillezucker steif schlagen, die Hälfte direkt unter die Creme rühren und die andere Hälfte locker unter die Creme heben.

Ein Teigrechteck nun mit einem Backrahmen umstellen.

Die Erdbeeren waschen, halbwegs gleich Große aussuchen, Strunk mit einem geraden Schnitt entfernen und eng auf den Teig im Backrahmen setzen.

Die gesamte Puddingcreme auf den Erdbeeren verteilen und darauf achten, dass alle Zwischenräume mit Creme gefüllt sind. Die Oberfläche schön glatt und waagrecht streichen und dann abgedeckt für mindestens 3 Stunden kühl stellen.

One thought

  1. Ich esse Erdbeeren tatsächlich am liebsten frisch und unverarbeitet. Es wundert Dich sicher nicht, dass ich daraus weder Marmelade koche, noch Kuchen damit belege (geschweige denn backe 😅)! Trotzdem habe ich Deinen Beitrag sehr gerne gelesen und würde diese Cremeschnitte sicherlich mit Begeisterung vertilgen, wenn Du sie mir vorsetzen würdest… 😄

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