Das Stangenbrot der Franzosen

Aber, wer hat es eigentlich erfunden? Überlieferungen zufolge kam der Wiener Bäcker August Zang nach dem Wiener Kongress in den 1830er Jahren nach Paris. Dort gründete er die „Boulangerie viennoise“ (Wiener Bäckerei) und in eben dieser soll das Baguette das erste Mal in der heutigen Form entstanden sein.

Es kommt also aus Österreich 💛 Vielleicht liebe ich es deswegen so…

Am Brotbacken hat mich immer schon „das Geheimnis dahinter“ interessiert, und ein wirklich gutes Baguette hat viele davon. Im letzten Urlaub durch Frankreich hab ich neben Croissants auch viele Baguettes geöffnet 😉, um das Geheimnis zu lüften.

Nicht alle sind so beflissen auf der Suche nach „dem perfekten Baguette“ und für die hab ich mal mein „einfaches Baguette“ Rezept aufgeschrieben.

Baguette Rezept 1.0

ZUTATEN für 2 Stk. Baguettes
300g Weizenmehl (oder Baguette-Mehl erhältlich in myKitchenStore)
220g lauwarmes Wasser
12g Frischhefe
1 EL Lievito (ansonsten +2g Frischhefe)
1 Pr. Zucker
1 TL aktives Backmalz 
6g Salz
2 EL Olivenöl

Zubereitung

Alle Zutaten bis auf Salz und Öl 5 Minuten mit der Küchenmaschine langsam kneten. Danach Salz zugeben (1 Minute langsam und 4 Minuten schneller kneten) Anschließend wieder langsam kneten und das Öl einlaufen lassen (1 Minute langsam und anschließend weitere 8 Minuten schnell kneten) Wer lange genug knetet, kann das Ergebnis auch mit dem Fenstertest kontrollieren!

Teig in einer Schüssel abdecken und bis zu 1 Stunde gehen lassen.Faltung

1. Faltung:

Nach dem Gehen Teig auf die Arbeitsfläche kippen und einmal mit der geschlossenen Faust ausklopfen (danach den Teig nur mehr wie ein „Vogelbaby“ sanft behandeln) Nun den Teig sanft falten und in einer Schüssel oder einer Teigwanne abgedeckt 30 Minuten warm gehen lassen.

2. Faltung:

Den Teig sanft auf der Arbeitsfläche zu einem Rechteck aufdehnen und ihn von allen Ecken zur Mitte hin falten, umdehen und als Päckchen weitere 20 Minuten abgedeckt warm gehen lassen.

3. Faltung:

Nach dem Gehen den Teig wie bei der 2. Faltung bearbeiten. Anschließend weitere 20 Minuten warm gehen lassen.

Faconnieren:

Den Teig sanft auf die Arbeitsfläche kippen, und in zwei Teile abstechen. Danach jeden Teigling sanft rechteckig aufdehnen und mit sanfter Spannung länglich einschlagen, den Schluss gut verschließen und gut bemehlt in einem Bäckerleinen 15 Minuten rasten lassen.

Anschließend jeden länglichen Rundling mit den Fingerkuppen etwas flach drücken und noch einmal mittig einfalten, wieder gut verschließen (klappt mit dem Handrücken am besten), Schluss gut verschließen und mit rollenden Bewegungen länglich formen. Im Bäckerleinen leicht bemehlt weitere 30 Minuten gehen lassen.

Backrohr rechtzeitig auf 240°C Ober-Unterhitze vorheizen!

Nach der Gehzeit die Teiglinge sanft auf ein Baguetteblech (oder ein normales Backblech) legen, leicht bemehlen und mit einer Bäckermesser rasch tiefe schräge Schnitte setzen. (In meinem Store findet ihr dafür auch den Baguette-Einsatz!)

Anschließend sofort in den Backofen schieben. (Schwaden: Bei einem Backofen mit Bedampfungsfunktion 2x bedampfen – ohne diese Funktion Baguettes vor dem Einschieben gut mit Wasser besprühen und für die ersten 10 Minuten einen Wasserbehälter am Boden des Backofens einstellen! TIP!)

Backzeit

10 Minuten mit Schwaden bei 240°C – anschließend Backrohr kurz öffnen, damit der Dampf entweicht (alternativ Wasserbehälter entfernen) und Temperatur je nach gewünschte Bräunung ungefähr 15 Minuten bei 200°C fertig backen.

bon appetit!

WERBUNG: Im Text befinden sich Links zu meinen Bezugsquellen und Links zu meinem eigenen Shop. Alle Links sind meine persönlichen Empfehlungen!

One thought

  1. Beim Lesen Deines Textes wurde mir wieder sehr deutlich, dass Backen nicht mein Handwerk ist. Genauso gut hätte ich was auf Chinesisch oder chemische Formeln lesen können… 🙈 Ich bräuchte definitiv eine Bild-für-Bild-Anleitung. Aber jeder gute Bäcker braucht ja auch ein Publikum, gell? Und ich bin ein ziemlich gutes Publikum und sehr bereit, alles zu probieren! 😇

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