Alles andere als der gordische Knoten

.., denn ihr solltet diesen Knoten auf keinen Fall mit dem Schwert durchschneiden 😉 Ganz leicht könnt ihr entweder die einzelnen zuckerigen Striemen lösen und verknuspern, oder genüsslich reinbeißen. Ganz egal, die Zuckernoten werden einfach immer in Genuss sein, denn die sind so luftig und leicht, wenn man sie vom Backblech hebt, dass sogar ich noch jedesmal aufs Neue überrascht und entzückt bin.

Auf dieses Rezept bin ich unheimlich stolz 🤩 Es fand sogar den Weg ins Brotmagazin 1/22. wo es leider etwas ungeschickt platziert war und dadurch überhaupt nicht die Aufmerksamkeit bekommen hat, die es verdient hätte😬

Die Zuckerknoten sind ein wundervolles Gebäck, das an Blätterteig erinnert, aber viel einfacher in der Herstellung und überhaupt nicht trocken ist. Noch lauwarm genossen, schmecken sie am allerbesten, weil der Zucker beim Backen ganz leicht karamellisiert🥰

Lasst euch von der „Verknotung“ nicht abschrecken, denn nach dem Backen sehen alle Knoten zauberhaft aus 💕

Zutaten


140 ml Milch (kalt)
310 g Weizenmehl (W550, Type 700, franz. T55)
30 g zimmerwarme Butter
30 g Kristallzucker
10 g Frischhefe (alternativ 3 g Trockenhefe)
10 g Vanillezucker (1 Päckchen)
5,5 g Salz
1 Ei

Zwischenschritt:
50 g zimmerwarme Salzbutter (alternativ Butter mit ca. 2 g grobem Meersalz vermengen

für das Finish vor dem Backen:
40 g Kristallzucker
1 Ei
2 EL Milch
Alle Zutaten in eine Schüssel geben und 5 Minuten auf langsamer und weitere 12-15 Minuten auf schnellerer Stufe kneten, bis sich der Teig vom Schüsselrand löst.
Teigling auf der Arbeitsfläche ohne Mehl mit Spannung zu einer glatten Kugel formen und anschließend abgedeckt 90 Minuten warm gehen lassen.

Den Teig auf einer Backmatte (möglichst ohne Zugabe von Mehl) zu einem Rechteck 
mit 25 x 40 cm ausrollen, mit der zimmerwarmen Salzbutter einstreichen und von der schmalen Seite ein Drittel einschlagen und mit dem anderen Drittel zuklappen, sodass wieder ein rechteckiges Teigpaket entsteht. 
15 Minuten im Kühlschrank zwischenkühlen.

Abgekühltes Teigpaket auf der nach wie vor unbemehlten Arbeitsfläche sanft auf ein schmales ca 15cm breites und 60 cm langes Rechteck ausrollen. 
(Sollten die Schichten auseinander rutschen, oder die untere Schicht auf der Arbeitsmatte kleben bleiben, dann dies einfach per Hand korrigieren!)

Mit einem Pizzaschneider 6 ca. 2cm breite Längstreifen abschneiden. Am besten funktioniert die mit einem langen Lineal oder einem eckigen Holzstab. Vorsichtig abschneiden, damit die Streifen durch die innen liegende Butter nicht auseinander gleiten.


Verknotung:
Man nimmt einen Teigstreifen in die rechte Hand, legt ihn an den Zeigefinger der ausgestreckten linken Hand und wickelt ihn locker mit etwas Zug zweimal kreuzweise um alle Finger um ihn anschließend von hinten mittig durch die Finger gleiten zu lassen. Danach zieht man den begonnenen Knoten von den Fingern und wickelt den restlichen Teigstrang mit leichtem Zug weiter kreuzweise rundherum, sodass eine Art Knoten entsteht. Der Strang kann dabei auch immer leicht gedreht werden, sodass man nach dem Backen die Schichten erkennt.
(dazu gibt es eine weitere Bildfolge für das bessere Verständnis!)

Die Teiglinge mit dem Knotenende nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und zugedeckt eine weitere Stunde warm gehen lassen,

Ofen auf 170°C Ober-/Unterhitze vorheizen

2 EL Milch mit einem Ei versprudeln und die Knoten vor dem Backen damit einstreichen einstreichen. Anschließend sofort mit reichlich Kristallzucker bestreuen und ca. 20 Minuten bei 170°C Ober/Unterhitze auf mittlerer Schiene backen.

Nach dem Backen etwas abkühlen lassen und am besten lauwarm genießen.

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