Es war einmal eine ganz junge Henne

Man könnte diesen Beitrag auch als Fortsetzung zu meinem Blogbeitrag „Hier piepst wohl“ vom 24. Juli 2021 betrachten.

Es war einmal eine Resi, die wir am 17.Juli als Junghenne von einem Blumenhuhn-Züchter gemeinsam mit Rosalinde und unserem Junghahn Erzherzog Max aus Bayern abgeholt haben

Resi war von Anfang an mein kleiner Liebling. Durch ihr Piepsen schien sie viel jünger als angenommen, und sie war ein richtig unerschrockener Wildfang: Sie schlüpfte durch das Geflügelnetz, schnappte sich flott und frech jede Leckerei, und landete nicht selten auf unserem Schoß. Ich hatte immer den Eindruck, dass sie meine Nähe sucht, denn sie folgte mir einfach überall hin, ob ins Hochbeet bei der Gartenarbeit oder auf die Terrasse.

Aber bereits Anfang August kamen erste Zweifel am Geschlecht. Resi bestieg tollpatschig eine Hennenkollegin, ging Brust an Brust in den „Hahnenkampf“ und stolzierte mit hochgehobenem Kopf durch die Gegend, ohne Grenzen für sich anzuerkennen. Auf meinem Instagram-Account startete ich einen Wettaufruf unter dem #rickyresiwette und lange aber blieb verborgen, was sich tatsächlich aus Resi entwickeln würde.

Nach unserem Urlaub Mitte Oktober war ich mir dann sicher, dass Resi eine Resi ist, da sich noch immer kein eindeutiges Zeichen für einen Hahn sicht- oder hörbar gezeigt hatte. Da wir aber durchwegs täglich fünf Eier von angeblichen sieben Hühnern hatten, ging ich fix davon aus, dass sie eine Henne war und löste die Instagram-Wette mit „Henne“ auf.

Doch dann …. zeichneten sich Mitte November plötzlich deutliche Sichelfedern am Schwanz ab und der Kragen wurde deutlicher. War „sie“ nun doch ein Hahn? Ich war verwirrt, aber „ihr“ Verhalten wurde durchwegs stolzer und sich mehrende „Besteigeversuche“ bei Rosalinde blieben mir dann auch nicht mehr verborgen. Schlussendlich musste ich mir auch eingestehen, dass ich „Resi“ eigentlich noch nie im Legenest gesehen hab, was ich bei allen anderen Hühnern doch schon beobachtet hatte.

Und genau am 1.Dezember bestätigte sich durch eine krakeliges Krähen, was tatsächlich in Resi steckt:

Wie jung muss „Resi“ wohl gewesen sein, wenn es tatsächlich vier Monate gedauert hat, bis sich „ihre“ Männlichkeit offenbarte 🤣 Aber egal, ob Henne oder Hahn, das Geschlecht ändert nichts an meiner Liebe zu diesem Tier. Er-sie-es hat sich einfach in mein Herz ge“piepst“ und aus Resi ist ein wunderschöner Ricky geworden 💛

Naja, wir haben nun nur noch ein anderes kleines Problem: sechs Hühner und zwei Hähne, das ist nicht unbedingt eine sinnvoller Geschlechteraufteilung für Geflügel ….

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