Was, wenn ich nicht gerne alt werde….?

Ich hab…

…haufenweise Bäume gepflanzt, ein Haus gebaut, drei Kinder geboren und halbwegs erfolgreich großgezogen, bin immer noch (meist) glücklich mit demselben Mann, dem Vater meiner Kinder, verheiratet und hab bereits ein Enkelkind in den Armen gehalten….

… hab jede Menge Kindergeburtstage gefeiert und Geburtstagskuchen gebacken, über schlechte Note hinweggetröstet (manchmal mich, und manchmal die Jungs) und deren Erfolge gefeiert. Hab schlaflose Nächte vor Sorge verbracht, Wunde nähen lassen, Fäden gezogen und Tränen getrocknet. Hab irgendwann gelernt, wann es nichts bringt, auszuflippen, sondern besser ist, Ruhe zu bewahren.

..eine ordentliche Schulbildung genossen, eine Karriere angestrebt, diese erfolgreich in den Sand gesetzt, aber genug erreicht, um zu wissen, wie es ist, wenn man die Strippen zieht und „was zu sagen hat“…. hab eine Uni und Lehrsäle von innen gesehen und so manche Fortbildung besucht. Hab geliebt und gehasst, was ich tu.

Hab zu viel getrunken, zu viel geraucht, zu viel und oft das Falsche gegessen. Das Falsche gesagt und mich danach mies gefühlt, aber auch viel Richtiges gesagt und oft aber auch nicht über die Lippen gebracht. Liebesbriefe geschrieben und bekommen. (bloß hat mir nie jemand ein Liebeslied geschrieben…. 😉 )

Bin oft tollpatschig, aber auch mutig gewesen, hab vieles kaputt gemacht und manchmal Dinge repariert.

Ich hab in allen Himmelsrichtungen viele Länder bereist, tolle Städte besichtigt und wunderschöne Landschaften gesehen – war mit Schiff, Flugzeug, Motorrad, Leihauto oder unserem alten Camper unterwegs. Hab beim Reisen jede Witterung und fast jedes Klima kennen gelernt und in Apotheken Wehwehchen, Verletzungen und Krankheiten in verschiedensten Sprachen und mit Händen und Füßen erklärt.

Hab so ziemlich jedes Haustier gehalten (meist der Jungs wegen) vom Wellensittich, über Hamster, Meerschweinchen, Hasen, Katzen, Hund und Fische. Hab Katzenbabys und einen Hundenwelpen großgezogen und so manches verletztes Tier aufgepäppelt.

Auf meiner „to do before die“ – Liste ist schon fast alles abgehakt: der Fallschirmsprung, der Sonnenaufgang am Berg zu Neujahr, eine Kreuzfahrt, mit einem Rad rund um einen See, auf einen Berggipfel rauf, den Donauradweg runter und über die Golden Gate Bridge radeln, die Freiheitsstatue in New York, den Eiffelturm in Paris und den Buckingham Palace in London in echt sehen, einmal eine Kolumne in einem Magazin geschrieben und bin in der Zeitung gestanden. Hab etwas richtig Tolles gewonnen und selber Tolles geschenkt.

Bin Klettersteige hochgezittert, Indoor-raufgeklettern und runterfallen, Gleitschirm alleine und Tandem-geflogen und auch notgelandet, mit einem Motorflieger im Zweisitzer mitgeflogen, bin Skitouren gegangen, die eher ein Nahtoderfahrung gleich kamen und auf Mountains-gebiket. Hab viele, viele Berggipfel erwandert und tolle Aussichten genossen.

…hab jeden Streit gestritten, von richtig wild mit zerbrochenem Geschirr bis einfach nur bissig und kurz. Streits mit tränenreicher Versöhnung und auch ewigem Schweigen. Hab Freundschaften zerbrochen oder freiwillig beendet, und gelernt, was echte Freundschaft bedeutet, und dass es davon nicht viele gibt. Hab vielen Menschen Freude bereitet, aber auch Kummer. Hab richtig Scheiße gebaut und hab sowas auch vergeben. Hab glücklicherweise die Liebe gefunden und geliebte Menschen beerdigt. Das ist das Leben.

Heute hat eine 40-Jährige ihr Herz bei mir ausgeschüttet, dass sie momentan nicht weiß, wie ihr Leben weitergeht, und was da noch kommt? Ja, was kommt noch?

Sind wir Frauen geprägt durch das Gebären von Nachwuchs? Sind wir planlos, wenn diese Aufgabe erfüllt ist?

Auch ich frag mich in letzter Zeit einfach oft: Was kommt jetzt noch? Welche Perspektive hat das Leben noch zu bieten? Reicht es mir, dass jeden Tag die Sonne aufgeht, im Frühling die Blumen blühen und das Auto zum Service muss?

Mir macht das Älterwerden einfach keinen Spaß. Die eigenen Kinder glauben plötzlich, das sie einem sagen müssen, was gut für einen ist, was man darf und was nicht. Vorher noch lässt dich als Frau sowieso dein Körper im Stich, die Schwerkraft zieht alles nach unten, was geht, kleine Lachfältchen werden von einer Nacht auf den nächsten Morgen zu riesigen Furchen, um den Bauch legt sich die „tote Katze“ und von den Winkeärmchen will ich gar nicht reden. Dass wir keine Kinder mehr bekommen können, ist ja einerseits ein Segen, aber andererseits haben wir ja damit schließlich unserer Schuldigkeit getan. Und während wir Frauen die Weiblichkeit in Pension schicken, können unsere Männer bis zum Tod Kinder zeugen und haben meist das Glück, im Alter sogar schöner zu werden, außer sie haben den Fitness-Zug mit 40 verpasst. Die grauen Haare, vielleicht ein schöner Bart, auch eine Glatze kann was haben, und beim älteren Mann ist sogar ein kleines Wohlstandbäuchlein süß, weil ER im Alter milde wird und langsamer. Er hetzt mit dir nicht mehr durchs Einkaufszentrum, weil auch er etwas mehr schnaufen muss oder gerne mal die hübschen jungen Damen beobachtet, er hört schlechter und hat folglich nicht mehr auf alle unsere Fragen, die wir ins Universum schicken, eine Antwort mit der passenden Lösung für unser Problem, das wir gar nicht gelöst haben wollen.

Und wir? Nein, WIR werden nicht schöner, auch nicht milder. Wir sind gereizt, die Wechseljahre wechseln unser fröhliches Gemüt gegen einen gereizten, schwitzenden und nachtwandelnden Unruhegeist aus. Kein Wunder, dass uns der eigene Mann oft nicht beachtet, wir erkennen uns ja morgens manchmal nicht mal selber im Spiegel. So sehr du dich bemühst, auf deine Ernährung zu achten, ab den Wechseljahren legt dein Körper jede Kalorie sofort gut an, als würde es Zinsen dafür geben. Außerdem zahlt er dir alles heim, was du ihm jemals angetan hat, denn du hast dich mit drei Kindern, Haus, Garten und Beruf immer um alles und alle gekümmert, nur nicht um dich, und um ihn. Mit 40 gibst du noch mal alles, schreibst dich bei MissSporty ein, kletterst mit Knieschmerzen auf jeden Berg, machst Zumba und später Yoga, nur um schlussendlich zu erkennen, dass es dich weder jünger noch schmerzfreier macht.

Also, was kommt noch und auf was soll ich mich freuen? Was soll neben einem kleinen Tattoo, einer Ballonfahrt, einer Reise nach Japan, ein Buch zu veröffentlichen und ein eigenes Pony zu halten noch auf meine Liste, oder reicht das schon? Oder braucht es gar keine eine Liste? Warum kann ich das Leben nicht einfach mit offenen Armen in Empfang nehmen, ohne Angst zu haben, etwas zu versäumen oder etwas vergessen habe, zu erleben? Und warum hab ich das Gefühl, nun doch langsam für manches zu alt oder zu krank zu sein?

Schreib mir doch gerne in die Kommentare, was ich übersehen hab…..

11 thoughts

  1. Also die 50 hab ich auch voll. 3 Kinder grossgezogen bzw. fast grossgezogen. Dieses Jahr Silberhochzeit mit meinen Schatz. Karriere? Nein, die nicht. Trotz 2 gelernter Berufe. Krankheiten mitgenommen? Ja, allerdings. 2018 Diagnose: heisse Knoten in der Schilddrüse und Eierstockzyste. 1 Jahr kein Jod im Essen, kein Fisch usw. Dazu 1 Op (Gründonnerstags) und über Pfingsten Radiojodtherapie. 1 Jahr fühlen wie ne Oma mit Herzkasper, weils mir auf die Pumpe ging. Von Überfunktion dann in heftige Unterfunktion mit Wassereinlagerungen usw. Allws überstanden. Gefreut auf Silberhochzeit um dann mal eine richtig schöne Auszeit mit Schatzi zu nehmen, denn die Kinder sind extrem pflegeleicht ( kein Witz!!). Und dann kam Corona. Planungen ade, nehmen was kommt. Wechseljahre? Jo, aber ohne die Probleme die alle gern haben. Schlafprobleme? Gemütsschwankungen? Hitzewallungen? Kenn ich irgendwie nicht bis kaum. Ist wohl auch Kopfsache. Hab auch nie Stress mit pupertären Kids gehabt. Unsre Grosse hat im Abistress damals unsere Wäsche gemacht. Zitat“ Da muss ich nicht bei nachdenken. Dat geht von alleine“. Macht sie heut auch noch gerne, nur jetzt die eigene Wäsche, da ausgezogen. Aktuell steckt sie in der Vorbereitung der Bachelorarbeit. Ob da später ihre Grundschulkinder nach fragen werden??
    Was ich für mich entdeckt hab ist das „hullern“. Hab mir erst einen grossen Hula Hoop gekauft, aber da war ich zu doof für 😂😂. Dann hab ich einen Easy Hula Hoop gefunden. Der fällt nicht runter, hat ne Laufschiene an der ein Gewicht hängt. Und der macht richtig Laune. Musik auf die Ohren ( es leben die 80’ziger) und ab gehts. Morgens, noch nüchtern mindestens 30 Minuten, besser 45. Auch wenn die Minuten ab 30 echt schwer werden. Egal. Der Erfolg gibt mir Auftrieb. 1Kg ist runter, ohne Diät, nur durchs hullern. Und das alles nur, weil ich Bewegung wollte. Ich alter Sportmuffel 😂😂. Was ich irgendwann auch noch machen will: mit nem Wohnmobil durch Kanada mit meinem Schatzi.
    Ansonsten ist mir das Älterwerden latte. Derzeit halten mich alle nicht für 50 sondern eher für Ende 30 😂. Und solang das so bleibt, passt es doch. Und wer weiss, was noch kommt. Ich bin für vieles offen.

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    1. ach Claudia, ich freu mich so über deinen Kommentar, der so viel positive Energie rüber bringt 💛 und vielen Dank, dass du dir so viel Zeit und so viele Buchstaben dafür genommen hast 😉 Schön wie du das Leben nimmst und die Wechseljahre sich vor dir fürchten 🤣 Kanada wär tatsächlich auch noch ein Traumziel, da hast du recht 💛 und über einen Hula-Reifen hab ich eigentlich noch gar nicht nachgedacht 🤣 muss man das?? 😉

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      1. Müssen muss man gar nichts 😂. Aber da Brotbacken ja schon mein Yoga ist, joggen absolut nicht meins ist, war die Auswahl klein. So wie ich 😂. Und bei dem Hula dacht ich mir, da sieht mich erst mal keiner beim Ächzen, schnaufen, fluchen, rummotzen usw 😂😂. Mir machts Spass, was ich erst mal gar nicht gedacht hab. Und mein Schatz fürchtet um seine heissgeliebten „Lovehandles“ an mir 😂😂. Meine Töchter finden es klasse, das ich das mach. Zitat meiner Ältesten heute „Wow, ich bin beeindruckt Mama. Papa, jetzt bist du am Zug. Halt dich ran, sonst schnappt sich ein Andrer die Mama. Und das Eine oder Andere Kilo weniger würd dir auch gut stehn!“
        Das Gesicht meines Mannes war filmreif 😂😂.

        Ich denke, es tut jedem gut, auch mal etwas für sich zu tun. Egal was es ist. Nicht um jünger zu werden oder vor dem Alter zu fliehen. Sondern weil es unserer Seele gut tut. Und gehts unserer Seele gut, geht es jns gut. Auch wenn das eine oder Andere Zipperlein uns plagt.

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  2. Der beste Mann von allen und ich haben gestern Abend noch spät in der Küche am Tisch gesessen und diesen Beitrag diskutiert. Der Mann hat ihn zuerst gelesen und fand ihn sehr, sehr gut. Wer hätte gedacht, dass er mich mal auf Deine Beiträge ansprechen würde? 😄
    Ich finde den Post auch sehr gut, beschreibst Du doch, was im Leben vieler Frauen so passiert. Bei mir allerdings zufällig. Ich habe nie eine Bucket List gehabt und will auch keine – das Leben hat auch so genug Überraschungen im Ärmel. Ich hab noch kein Haus gebaut (wir hätten zweimal fast eins gekauft) und keinen Baum gepflanzt. Aber Balkonpflanzen, zählt das auch? Das letzte, das ich möchte, ist Fallschirm springen. Oder Gleitschirm fliegen. 😳🙈 Karriere war nie mein Ziel, aber ich mag, was ich tue. Kinder habe ich auch großgezogen mit allem drum und dran. Aber die Kinder waren nie mein Lebensinhalt. Daher hat sich auch kein großes Loch aufgetan, als sie flügge wurden. Klar fühlt sich das merkwürdig an (immer noch!), nicht mehr jeden Abend zu viert (oder mehr, weil immer auch Freunde der Kinder da waren) am Tisch zu sitzen und über den Tag zu quatschen. Aber es ist okay. Wir sind uns auch zu zweit genug und machen es uns nett. Und älter werden? Ist okay. Es ist halt so wie es ist. Ich mag die zunehmenden Silberfäden in meinem Haar und färbe konsequent schon seit Jahren nicht mehr. Ich mag auch die Lachfalten um meine Augen. Und bin zufrieden mit meinem Körper. Er ist (meistens) gesund, macht mir keinen nennenswerten Ärger und sieht auch noch ganz gut aus. Dafür bin ich dankbar, denn es könnte alles viel schlechter sein! 😅 Und ganz ehrlich? Der blöde Spruch „Man ist so alt wie man sich fühlt“ trifft es für mich ziemlich gut. Alter strahlt man auch aus. Das Einzige, vor dem ich mich fürchte, ist, irgendwann sehr alt und einsam zu sein. Ich hoffe sehr, dass ich entweder nicht in diese Situation komme, oder dass ich mit ihr anders umgehe als z.B. meine Mutter. Aber meine Mutter ist Jahrgang 1926 – das ist mal wirklich eine ganz andere Generation und ich hoffe, dass ich da einfach anders funktioniere.
    Ich bin fast sicher, dass Deine Situation unter dem Damoklesschwert Deiner Krankheit dazu beiträgt, dass Du Dinge noch machen/erleben willst, „solange es noch geht“. Und dass Du Dir deswegen Bucket Lists erstellst. Ich denke über sowas nicht weiter nach. Klar könnte auch bei mir jeder Tag der letzte sein, man weiß ja nie. Aber darüber kann und will ich mir nicht dauernd den Kopf zerbrechen. Ich gehe einfach mal davon aus, dass da noch einiges kommt! Und dass das gut wird. 🙂
    Du merkst, dass wir locker den einen oder anderen Abend mit solchen Fragestellungen und dem einen oder anderen Glas Wein verbringen könnten, ne? 😂

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    1. ui, das hört sich aber eher sehr ernsthaft an – abends spät noch diskutiert 😉 – naja, so todernst wollte ich das Thema dann nicht erörtern, bei mir musst du immer auch das Augenzwinkern „mitlesen“, was du ja hoffentlich weißt 💛
      Aber du hast natürlich recht und das bestätigen mir auch immer wieder andere Menschen, die lebenseinschneidende Diagnosen bekommen, dass man das Leben „danach“ wirklich anders angeht, und wir – mein Mann und ich – das schon immer mitberücksichtigen. Das hat aber dennoch nichts damit zu tun, dass ich grad etwas planlos bin. Vielleicht hatte ich aber auch nicht damit gerechnet, dass ich mit 51 beruflich noch mal von vorne anfangen darf (im positiven Sinne 😉)
      Das Altwerden an sich war noch nie etwas, das ich angestrebt hab – ich war einfach gerne jung 🤣🤣 Als meine Kinder ausgezogen sind, war auch in mir keine Leere …. hätte das so sein sollen? 🤷🏼‍♀️🤣🤣 …. sondern die wunderbare Möglichkeit, wieder vieles unternehmen zu können 😉 und auch mal nur für 2 zu packen und zu backen 😉
      Aber ich hatte tatsächlich schon als Jugendliche im Kopf so meine Pläne fürs Leben, von denen manche ganz anders umgesetzt wurden, manche verworfen wurden und manche tatsächlich angegangen wurden.
      Ich freue mich sehr darauf, mit euch – am besten wir zu viert uns bei einem, oder ja vielleicht einem zweiten, dritten Glas Wein – über die eine oder andere Frage des Lebens auszutauschen, denn ich möchte noch nicht so alt sein, wie ich mich grad fühle 🤣🤣
      PS: gerade wird an der Umsetzung einer Heißluftballonfahrt zum 50. von MrRight gebastelt 😉 nachdem unsere Sardinien-Reise Ende März gerade c-bedingt abgesagt wurde.

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      1. Liebste Claudi,
        so todernst haben wir diesen Beitrag auch gar nicht diskutiert. Ich kenn ja Deinen Humor und lese den durchaus mit. Aber ich wusste nicht, dass Du Dich SO alt fühlst! 🤣🤣🤣
        Es waren einfach interessante Betrachtungen und Überlegungen, die Du da angestellt hast und da konnten wir gut einsteigen, die eine oder andere Parallele finden, aber auch manches Gegensätzliche. Ist doch spannend, über solche Fragestellungen (laut) nachzudenken! 🙂

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  3. Was für ein toller Beitrag. Einerseits fühlt er sich bei mir ein wenig wehmütig an, dennoch habe ich herzlich gelacht und mich oft darin wiedergefunden. Ich habe tatsächlich schon ein Liebeslied bekommen, diverse Tiere und ein wenig unspekakulärere Reisen gemacht. Auch habe ich nur 2 Söhne, die reichen aber locker für 10 🙂 . Bisher habe ich auch nicht wirklich am Alter gehadert, bis meine Söhne vor ungefähr 2 Jahren, die Musik der 80er und 90er für sich entdeckt haben. Seither muss ich gestehen, dass ich ein wenig wehmütig werde, wenn ich an diese Zeit denke, weil ich diese mit der Jugend und Unbeschwertheit verbinde. Ich fühle mich noch immer nicht alt (obwohl mich mir das schon mal gesagt worden ist 🙂 ) aber langsam realisiert man es schon. Das Alter hat auch seine Vorzüge und schöne Seiten. Man weiß was man will und was nicht, aber auf diese Katzen um den Bauch könnte ich verzichten 🙂 , Ich bin ein Hundemensch und keine Katzenmensch, das weiß mein Körper anscheinend nicht. Ach Claudi, um zum Schluß zu kommen. Eigentlich würde ich schon nochmal gerne jung sein, und das von ganzem Herzen, weil ich eine wirklich tolle Jugend hatte. Andererseits, bleibt es ja niemandem erspart, älter zu werden, da müssen wir alle durch. Und deshalb, machen wir einfach das Beste daraus, egal wie das bei jedem von uns aussieht. Ich hoffe, inständig, dass ich dabei immer recht gut aussehen werde 🙂 und das noch bei guter Gesundheit.

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  4. Ach Conny, ich freu mich so über deinen Kommentar hier 💛 Oda und ClaudiKirch sind auch schon hier 🤣 das wird hier eine kleine Insta-nichtbloßFood-Diskussionsgruppe – wie schön 🥰
    Mein Beitrag sollte nicht wirklich wehmütig klingen, aber ich glaub du weißt ja schon, dass ich wirklich nicht gerne alt werden, da ich mich nicht so alt sein will, wie ich mich manchmal fühle 🤣🤣 Aber es freut mich, dass du das Augenzwinkern gelesen hast und auch lachen musstest, denn so war ja vieles auch gemeint 💛
    Du hast mal ein Liebeslied bekommen?? Von wem bitte?? Wahnsinn 🥰
    Na klar, Conny, werden wir alles nehmen wie es kommt – es bleibt uns ja nüscht anderes übrig 🤣 Ich möchte gar kein Haustier mehr, und trotzdem kann auch ich ab und an eine „tote Katze“ um meinen Bauch streicheln 🙄🙈 Ich bin bloß verwirrt, weil du sagst, dass du weißt, was du willst…. tatsächlich? Ich weiß bloß, was ich nicht will 😉 und das will keiner hören 🤣🤣

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  5. Liebe Claudia,
    ich gehe schon mit großen Schritten auf die 60 zu – wie grausam ist das denn ? Tatsächlich mache ich mir auch unendlich viele Gedanken über´s Älterwerden , na gut ein paar zumindest. Ich möchte auf gar keinen Fall wieder so ganz jung sein – wenn es eine Zeitmaschine gäbe würde ich mich wahrscheinlich auf „forever39“ zurückbeamen. Aber nur unter der Voraussetzung, dass ich auch meine Töchter wieder hätte 🙂 .

    Ich habe zwar kein Haus gebaut, aber immerhin einen Kindergarten incl Familienzentrum mit aufgebaut , da habe ich auch Bäume gepflanzt- zählt das auch ? Seit über 25 Jahren liebe ich meinen Job – mal mehr und mal weniger… aber ich empfinde das allein schon als großes Geschenk !
    Ich habe 3 – meist – großartigen Töchtern das Leben geschenkt, sie leidlich vernünftig erzogen und freue mich schon wie Bolle auf zukünftige Enkel. Gern hätte ich auch noch ein 4.Kind mit meinem jetzigen Mann (dem besten von allen übrigens) gehabt, den habe ich aber erst mit 42 kennengelernt und das sollte dann ganz einfach nicht mehr sein. Jetzt, im Rückblick – bin ich aber auch froh, kein Pubertier mehr im Haus zu haben, sondern nur noch das jüngste Kind mit ihren 24 Jahren. Aber auch da ist ein Ende abzusehen :-).
    Alle 3 sind gern mal bei ihrer Mutter, erzählen mir schonungslos fast alles (obwohl ich maches gar nicht wissen möchte 🙂 …. Wir machen (eigentlich) jedes Jahr zusammen einen Mädelstrip , das mittlere Kind nennt mich ihr Vorbild ….. Ich scheine also nicht alles verkehrt gemacht zu haben – das sind erreichte Ziele, auf die ich stolz bin.

    Randbemerkung: Aus fliegenden Flugzeugen würde ich nur springen, wenn man mir ein Waffe an den Kopf hält und eine richtige Bucketlist habe ich eh nicht….

    Ich hadere natürlich auch mit zu vielen Kilos, die heute viel hartnäckiger sind als noch vor 25 Jahren – aber hey : das Leben ist zu kurz für schlechtes Essen und schlechten Wein !
    Ich bin ein von Grund auf optimistischer und positiver Mensch, fühle mich bei weitem nicht so wie fast 57 , habe viel Spaß am Leben ( jaaaa, auch wenn das zurzeit corinnabedingt ein wenig eingeschränkt ist).
    Ich bin dankbar, für das was ich habe – auch wenn andere ein vermeintlich tollereres, exklusiveres, spannenderes, cooleres, erfolgreicheres Leben haben als ich …. who cares ?
    Auch bei mir lief nicht alles positiv: ich hatte einen stalkenden Ex-Mann, mit allen Facetten, die man sich so vorstellen kann, es war für mich schon nicht einfach, für die Kinder erst recht nicht. Mein Mann ist vor 3 Jahren an Burnout/Depressionen erkrankt – auch das war ein steiniger Weg. Gleich zu beginn des letzten Jahres ist mein jüngerer Bruder plötzlich und unerwartet verstorben – die Welt stand still. Wie endlich Leben sein kann, wird einem dann erst so richtig bewusst. Aber es ist auch ein Zeichen dafür, das eine Leben was man hat, zu genießen und dankbar zu sein. Frei nach Mark Twain: Gib jedem Tag die Chance der schönste deines Lebens zu sein !Natürlich möchte auch ich steinalt werden und gesund dabei bleiben, aber wie heißt es so schön:
    Es ist nicht wichtig, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben….. und wenn das noch möglichst viele sind, halte ich mich dran.
    Wir sind gut so, wie wir sind – in jeder Phase unseres Lebens ! Ab und an könnte man sicherlich ein bisschen Feinjustierung betreiben 🙂 – aber im Grunde sind wir toll ! Du auch !

    Liebe Grüße …

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    1. Liebe Kerstin, ich freu mich sehr über deine vielen Worte zu meinem Blogpost. Ich bin nicht sicher, ob wir uns „kennen“ aber ich denke schon, dass ich weiß, wer du bist….Fr. Dr. van der Elbe 😉
      Umso mehr freut es mich, dich „hier“ zu sehen und von dir zu lesen. Wie offen, du über deine „Lebensgeschichte“ schreibst, ehrt mich und meinen Blog (wir hier sowieso kaum jemand lesen 🤣🤣🤣)
      Und ich bin bei all deinen Worten ganz bei dir und Mark Twain, auch wenn ich dankend jede Feinjustierung annehme, dich sich ohne viel Aufwand und Schmerzen wie von selbst ergibt 🤣…das sind oft auch nur eigene Gedanken, die das Spiegelbild verändern… und Menschen wie du 💛

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