Ei, ei, Ei – was für ein „July“

Im nassen und kalten Mai hab ich prophezeit, dass wir heuer einen wettertechnisch traumhaften Sommer haben werden. Meine Meteorologen-Karriere hab ich damit also in den Sand gesetzt, denn hier in Österreich kämpfen wir uns (immer noch) von einer drückenden Hitze durch den nächsten Hagel, Starkregen oder Sturm, und retour. Von den schlimmen Hochwasser wie in Deutschland und gröbsten Hagelschäden, nur einige Kilometer von uns entfernt, blieben wir aber Gott sei Dank verschont. Von daher ist das alles nur Jammern auf hohem Niveau und hiermit auch schon wieder beendet.

happened

Ja, was ist alles im Juli passiert?

#chickenthings: Ich bekam einen Blumenhahn geschenkt, den ich anfangs sehr skeptisch gutierte. Nach und nach musste ich aber feststellen, dass ein Hahn wahnsinnig wertvolle Aufgaben in einer Hühnertruppe übernimmt, und schloss „Rudi“ fest in mein Herz, was er mir mit Atemproblemen und einem dann doch sehr plötzlichen Tod „dankte“. Zwei Tage lang hatte ich echt damit zu kämpfen, weil ich ein Mensch bin, der die Dinge immer „verstehen“ will.

Mittlerweile haben wir aber wieder für Hahn-Zuwachs gesorgt – im schlimmsten Fall für „mehr Hahn“ als uns lieb ist. Aktuelles zu meinen Huhns findest du übrigens immer hier. (soweit ich „aktuell“ schaffe 😉).

#ZauberEi :

Mit Stichtag gestern (31.07.) hab ich bisher 165 Eier abgenommen, was mich so was von happy macht. Ein einziges Mal hatten wir ein Windei, alle anderen waren immer wunderschön. Besonders niedlich finde ich die ganz ganz kleinen Eier (so ab 39g), die ein Huhn legt, wenn es erstmals in seinem Leben beginnt, Eier zu legen. Diese Eier sind super geeignet, wenn man beim Backen etwas mit einem Ei bestreichen soll, oder auch als hartgekochte Eier zu Salat. Außerdem hatten wir auch bereits einige RIESENEIER dabei – die wogen so zwischen 83 und fast 94 Gramm – da tut einem das Tier ja schon fast leid. Alle, die ich bis jetzt „geöffnet“ habe, hatten dann einen Doppeldotter, was anscheinend Glück bringen soll 💛 Hab ich schon mal erwähnt, dass ich meine Hühner – so viel Kummer sie mir auch oft bereiten – wahnsinnig liebe? Und sie mich 😉

#beeinggrandma:

Ein denkwürdiges Juli-Ereignis war das erste ausgesprochene „Mama“ von unserem Enkelkind, LittleMrRight, mitzuerleben 💛 Ich liebe es, Großmutter zu sein. Dass ich mir dessen so bewusst bin, liegt daran, dass ich mir das niemals von mir dachte. Ich hatte nach 20 Jahren Kinder“Aufzucht“ erstmal eigentlich genug von Kindern😉, und dann kommt da dieser kleine Knopf und springt mitten in mein Herz 🤣 Naja, und so kam’s, dass unser Sohn samt Lebensgefährtin und LittleMrRight zum fast schon regelmäßigen Sonntagsbesuch bei uns zu Mittag aß, und LittleMrRight etwas unrund lief 😉 – naja, wie das halt bei 9 Monate alte Babys manchmal so ist. Ich nahm ihn an mich, damit seine Eltern einfach mal in Ruhe essen können. Das gefiel LittleMrRight überhaupt gar nicht, und da das Oma einfach egal war (Omas haben soooo was von die Ruhe weg, sag ich euch 😉) drehte er sich auf meinem Arm plötzlich in Richtung seiner Mutter um und stieß ein richtig unzufriedenes, beleidigtes und richtig lautes „MAMA“ aus. Wir haben alle so gelacht, was seiner Stimmung keine Besserung brachte, aber sein erstes Wort wird definitiv in die Annalen der Familie eingehen.

#visite

Auf Insta hab ich schon mit einigen wenigen Menschen engeren Kontakt geknüpft, manche persönlich getroffen, und einige in WhatsApp verewigt. Manche davon verkrümeln sich wieder, manche stellen sich nach richtig engem Kontakt als Enttäuschung heraus, und andere wiederum entpuppen sich nach einer langsamer Annäherungsphase als richtig tolle Freunde. Ruth (instagram) ist so eine 💛 Wir „kennen“ uns seit meinen Anfängen auf Insta, und bereits letztes Jahr haben ihr Mann und sie mich in Österreich besucht. Auch dieses Jahr haben es die beiden wieder zu uns geschafft, und diesmal auch hier übernachtet. Wir haben gut gegessen, sehr viel gequatscht, vieles ausgetauscht, im Nachhinein vieles vergessen, aber die Zeit auf jeden Fall genossen. Und eines weiß ich sicher: Ich muss mal dringend in den Schwarzwald.

done

#dergerät: Nach einer langsamen Eingewöhnungsphase (hab ich schon mal erwähnt, dass unser Jüngster im Elektro-Einzelhandel Abteilungsleiter für „Weißware“ ist?) haben MrRight und ich uns dazu entschieden, einem Wischroboter ein neues Zuhause zu geben. Wir tauften ihn auf den Namen „Wasserratte“ (unser Rasenmäherroboter heißt übrigens „Schaaf“ 😉) Man könnte jetzt meinen, das sei etwas dekadent, aber ich seh das einfach so: Lieber wischt ein Roboter, als gar keiner😉 Denn so war das mit meiner Wischleidenschaft bisher *schandeaufmeinhaupt. Und da der Hr. Abteilungsleiter uns einen Sonderpreis machen konnte, ließen wir das gute Stück bei uns einziehen. Mit männertauglichen Features, wie einer Katografierung der ganzen Räume und der Steuerung über eine Handy-App, war sogar MrRight für einige Zeit „wischbegeistert“, was man bei Männern mit neuen Haushaltsgeräten immer beobachten kann. In dieser Phase sollte man die Männer immer gewähren lassen und keinesfalls eifersüchtig sein, denn eines kann ich euch Frauen mit Gewissheit sagen: Bald gehört euch das Gerät wieder ganz alleine! Denn nach spätestens drei Wochen versiegt das Interesse und ihr dürft alleinig über das neue Gerät herrschen. Ich persönlich bin richtig begeistert. Ich mein, es gibt schließlich noch genug anderes zu tun, und wenn die Gute mich etwas unterstützt und ich meine Füße 30min früher hochlegen kann, spricht ja doch wirklich nichts dagegen.

Großes Interesse weckte im Juli auch das Thema „Dampfentsafter“ bei mir. Da ich den aber schlussendlich bei meiner Freundin und Nachbarin ausborgen konnte, beließ ich es bei der Leihversion (der Gerät steht übriges immer noch bei mir, und ich geliere und entsafte aktuell für uns beide 🤣🤣)

Im Rahmen der intensiven Gelierung begann leider mein Ceranfeld aufgrund meiner Unachtsamkeit zu leiden. Übergelaufene heiße Zuckermasse verursacht gravierende Flecken, welche sich dann aber zu meiner Erleichterung doch mit einigen Tricks entfernen ließen. Da ich aber jemand bin, der gerne an seine Grenzen geht, hab ich mir dann zwei Tage später die Plastikverpackung von Cheddarkäse mit dem Ceranfeld verschmolzen, was zu tiefen „Schürfwunden“ am Ceranfeld führte. Frau hat Gott sei Dank eine Ceranfeld-Versicherung, welche aber nur bei Glasbruch zum Tragen kommt, und hier gehen nun die Meinungen auseinander. Meint der Abteilungsleiter für Weißware, dass es im Grunde mikroporöse Glasbrüche sind, die das verursacht haben, so ist die Versicherung natürlich komplett andere Meinung, und ich bleibe auf den Kosten oder der eingebuchteten Ceranfeld-Platte sitzen.

#lostandfound: Und weil ich in diesen Ceranfeld-Dilemma-Tagen noch nicht genug Troubles hatte, ließ ich auch noch meine Brieftasche mit allen meinen Karten und Ausweisen samt einem Karton Marillen im Lebensmittelgeschäft liegen. Das wäre ja alles nicht so schlimm, wenn ich nicht erst um 21 Uhr drauf gekommen wäre , und sich dann in meinem Kopf die ganze Nacht panisch jegliches Szenario in meinem Kopf abgespielt hätte. Zu meiner Erleichterung wurde beides tatsächlich im Laden für mich zurück gelegt, sogar die Marillen 😉 Ein großer Dank noch an Menschlichkeit und Ehrlichkeit 💛

watched

Mit „Watchen“ bin ich momentan nicht ganz so auf dem Laufenden. Es könnte einerseits daran liegen, dass MrRight in seiner Genesungsphase intensive PlayStation-Therapie betrieben hat, oder auch an meinen abendlichen Gelee-Exzessen.

Was mir aber merklich in Erinnerung blieb, war die Serie „The Pier“ mit „El Professor“ aus der Serie „Haus des Geldes“ in der Hauptrolle. Wieder mal eine spanische Serie, und ich muss gestehen, dass ich deren Art von Thematik und Umsetzung tatsächlich mittlerweile sehr liebe. Leider aber bietet diese Serie derzeit (noch) kein Streamingdienst an. Wir stolperten des Nächtens eher zufällig über eine Frequenz-Wiederholung auf dem Sender „One“ und schafften es dann tatsächlich mit eifriger Recherche chronologisch alle Folgen der ersten und zweiten Staffel aufzunehmen. Das Thema ist einfach berauschend und faszinierte uns nach dem Motto „das kann eigentlich jedem passieren“. Und nun kommt’s: wir konnten ALLE (!!!) Folgen aufnehmen und sehen – bis auf die ALLERLETZTE““ what the f….xyz 🙈 Die fanden wir jetzt als Wiederholung am 23. August – bis dahin harren wir nun dem ungewissen Ende entgegen 😉

listened/read

#wirhabendochkeinezeit : Im Juli fand sich einfach keine Zeit für einen Roman, aber ich hab viel über Gemüsepflanzen gelesen. zB Wann kann ich Wassermelone und Zitronengurke ernten? oder: Wann blüht meine Kiwano endlich? und mich mit dem Thema „elektronische Hühnerklappe“ beschäftigt. So sehr ich meine Huhns liebe, so wenig macht das kurze Aufstehen um 6.30h für mich Sinn, um die Hühnerklappe händisch zu öffnen damit die ungeduldigen Frühaufsteher hinaus können 😉

Außerdem hab ich das Buch „How to speak chicken“ gelesen und musste feststellen, dass ich nicht die einzige bin, die Stunden mit den Hühnern verbringt, und versucht, sie zu verstehen und sich mit ihnen zu unterhalten.

gardening

#happyharvest : Mein Garten hat unter dem Wetter (Hitze, Hagel, Starkregen und Sturm) schon etwas gelitten, aber ich versuche anzunehmen, was ich nicht ändern kann und von großer Zerstörung war ich Gott sie Dank verschont. Ich konnte die erste Süßkartoffelblüte heuer deutlich früher sehen als letztes Jahr, hab einige gelbe Zucchini ernten dürfen, bevor die Pflanze dem Hagelsturm zum Opfer fiel und erfreue mich gerade an zwei wunderschönen Wassermelonen, die nun bereits Babykopf-groß sind. Meine Zitronengurke (was auch immer das ist😉) trägt viele Früchte und ich schätze, dass ich in den nächsten Tagen die Erste ernten und verkosten werde. Die Kartoffelpflanzen sind zum nächtlichen Schmaus der heuer immens vielen Schnecken geworden, derer ich einfach nicht Herr wurde, egal was ich auch versuchte. Ich bin schon echt neugierig, ob sich darunter tatsächlich Kartoffeln gebildet haben, denn ich hatte bisher noch nie welche gepflanzt. Meine Zwiebel-Ernte war eher mau – ich hab die ebenfalls zum ersten Mal (als Steckzwiebeln) eingesetzt. Nächstes Jahr würde ich die aber direkt in eines meiner Hochbeete setzen, da es in den Pflanzsäcken mit dem vielen Regen doch eindeutig zu nass war.

Am glücklichsten hat mich im Juli meine Tomatenernte gemacht. Nach vielen Jahren der Ignoranz meinerseits, weil mich die Tomatenpflanze jahrelang mehr „gepflanzt“ als „beschenkt“ hat, hab ich heuer wieder mal EINER Pflanze eine Chance gegeben. Ich liebe Tomaten, aber ich liebe sie nicht, wenn ich ausgeize, schütze, abdecke, mach und tu – um dann vielleicht EINE Tomate zu ernten.

Diese eine Pflanze hab ich heuer perfekt platziert, bei jeder Wetterankündigung beharrlich beschützt, gehegt und gepflegt, und sie hat mich bereits jetzt mit reichlich herrlich schmeckenden Früchten beschenkt. Dass ich eigentlich dachte, „große“ Tomaten zu ernten, aber anstatt dessen Datterini wuchsen, ist eine andere Geschichte 😉

kitchening

#manchemögensheiß : In meiner Küche ging es im Juli heiß her. Ich hab Kirschen, Heidelbeeren, Marillen, Maulbeeren und auch Weintrauben in allerlei Variationen zu Saft, Sirup, Chutney, Marmelade, Konfitüre (wisst ihr eigentlich den Unterschied? In Österreich nennen wir ja alles „Marmelade“ 😉) und auch Gelee verarbeitet. Ich werde – sobald ich Zeit dazu habe – über MARILLEN und MAULBEEREN einen gesonderten Beitrag schreiben. Nur so viel sei gesagt: Maulbeeren sind wahnsinnig gesund und wirken antioxidativ. Ich hatte das Glück den Maulbeerbaum meiner Freundin mehrmals abernten zu dürfen, was mir herrlichen Saft, Sirup, Gelee und einmal einen Sonnenstich einbrachte.

Zu Kirschen hatte ich immer ein gespaltenes , oder besser gesagt, ein kerniges Verhältnis. Diese zu entkernen, lockte mich einfach nie. In meiner Kindheit gab es – einfach gesagt -„Spuck-Kuchen“ mit unentkernten Kirschen, und niemand hatte ein Problem damit😉 MrRight aber hielt nie was von der Spuckerei, also gab es einfach KEINEN Kirschkuchen. Da wir heuer aber fünf Kilo herrliche, traumhaft schöne und große Kirschen in der „Scharten“ (DIE Kirschenregion Oberösterreichs!) erstanden hatten, musste ich mich mit dem Thema auseinander setzen. Bei „Amazonien“ bestellte ich einen einfachen Kirschentkerner, der nie ankam 🤣Also versuchte ich mich an der alternativen Methode mittels Hartstrohhalm und Flasche. Die Flasche hab ich schnell zur Seite gelegt, denn mit der Kirsche genau den Flaschenhals zu treffen und dann die Kirsche NICHT ins Flascheninnere zu drücken, gestaltete sich für mich als die größte Herausforderung 🤣 Aber ohne Flasche, nämlich die Kirsche einfach mit zwei Fingern über der Schüssel, die die Kerne aufnimmt, festzuhalten, funktionierte einwandfrei und schnell, Sauerei inklusive 😉

#brotartig : Meine größte backtechnische Freude ist mein neues Brotrezept, der „Schwarzwald Egbert“. Selten war ich bei einem Brotrezept so überrascht und begeistert wie von diesem Ergebnis. Das Rezept findet ihr übrigens hier.

Schlusswort

Immer wenn ich für den Rückblick das vergangene Monat Revue passieren lasse, fällt mir im ersten Moment kaum etwas ein. Nun hab ich aber schon wieder soooo viel geschrieben, dass ich mich bei allen bedanke, die bis hierher gelesen haben 🙏🏻 und mich selber frage, ob ich nicht doch besser einen Wochenrückblick machen sollte😉

In diesem Sinn: Lasst mich Eure Sonntagslektüre sein 💛 und hinterlasst mir doch gerne ein paar Zeilen um euch zu rächen 😉🤣🤣

4 thoughts

  1. Hier ist die Oda vom Jörg! 😂
    Ich konnte Deinen Monatsrückblick leider erst lesen, nachdem ich meinen verfasst habe. Nicht aus Zeitgründen sondern eher, weil mich das dann total nervös gemacht hätte (Ohgottohgott, was schreib ich bloß???)! So war das jetzt eine Donnerstagslektüre für mich und hat trotzdem großen Spaß gemacht, auch wenn ich ja in weiten Teilen eh immer auf dem Laufenden bin… 😉 Sehr gelacht habe ich übrigens über die Kirschen-Geschichte. 😁
    Und nicht auszudenken, wie das wäre, wenn wir uns „in echt“ kennenlernen und uns blöd finden! 😳😨🤭 Unsere Urlaubsplanung geht jedenfalls in die Endrunde und noch ist Österreich im Rennen. Wenn wir nur wüssten, wie das Wetter wird… Ich bin ja so sonnenhungrig! 🥺 Aber noch haben wir ja ein bisschen Zeit! 😅

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    1. das find ich ja witzig, dass du meinen Rückblick nicht lesen wolltest, bevor deiner geschrieben war 😉 Darüber hab ich noch nie nachgedacht, aber natürlich auch ein guter Denkansatz 💛 „in echt“ ist sicher anders „als bloß so“, aber „blöd finden“ werden wir uns bestimmt nicht, nur „anders“, denn auch wenn ich viel zeige (mehr als du), zeig ich ja auch nicht alles von mir 🤣 und damit meine ich nicht die „OPTIK“ 🤣 Wieviel Zeit habt ihr denn noch? Ab Mitte September sind wir nämlich wahrscheinlich in Belgien, da wäre unser Haus frei und die Hühner zu betreuen 🤣

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