(M)einblick in die große Kunst mit Schokolade
Fast zwei Jahre nachdem ich zum ersten Mal in einem Kurs bei „Madame Eclair“ war, ließ ich mich die letzten beiden Tage abermals von Elke Tschofens enormen Wissen und ihrer zauberhaften Art begeistern. Aus den Augen hatten wir uns nie verloren, denn zwei Menschen, die so für das brennen, was sie tun, verstehen einander einfach.
So vieles hatte ich 2021 nach ihrem Kurs umgesetzt, aber EIN Thema war für mich immer noch ein großes Mysterium: SCHOKOLADE und deren Verarbeitung. Viele denken jetzt bestimmt: wie kann Schokolade ein Mysterium sein? Und: was kann denn so schwierig daran sein, sie einzusetzen? Tja, tatsächlich so vieles, dass man sich in einem zweitägigen Kurs mit dem Thema „Schokoladeverbeitung“ ranhalten muss, alle Fragen zu stellen und all das Wissen aufzusaugen. Und so vieles, dass wir Elke ganz schön ins Schwitzen gebracht haben.
Willkommen mit Herzlichkeit



Nichts hatte sich seit dem letzten Kurs verändert. Und damit meine ich nicht, dass sich Elke nicht weiterentwickelt hätte und sich ihre Ausstattung nicht deutlich erweitert hat, sondern dass Elke noch mit genauso viel Liebe, Gänsehaut und Cappuccino bei der Begrüßung vor uns steht, während sie mit glänzenden Augen davon schwärmt, was sie uns in den nächsten 48 Stunden bieten wird. Sie sprüht vor Freude und kann es selber kaum erwarten, uns all das zu zeigen, was sie sich überlegt und mit viel Liebe vorbereitet hat. Genauso liebevoll liegen auch wieder ihre Schürzen, das benötigte Werkzeug und die erlesenen Zutaten bereit, und wieder liegt nichts ohne Grund dort, wo es liegt. Elke weiß immer noch genau, was sie will und was sie kann, und der Erfolg gibt ihr Recht.
was man erwarten darf
Elke ist eine strenge Lehrerin, das klärt sie gleich zu Beginn. Aber von den strengen Lehrern lernt man das meiste, das weiß ich noch aus meiner Schulzeit.
willst du lernen und verstehen
musst du doch zum Meister gehn
eine Weisheit, mit der ich immer gut durchs leben komme
…und wenn dir der Meister dann auch noch die Möglichkeit gibt, vieles davon in nur zwei Tagen zu erlernen, dann darf so ein Kurs auch etwas kosten. Bei Elke aber bekommst du noch so vieles on top: ihre sprudelnde und ansteckende Begeisterung, mehr als anschauliche Erklärungen bis es wirklich jeder einzelne verstanden hat, nur die allerfeinsten Zutaten und die besten Werkzeuge. Einen guten Blick hinter die Kulissen, ein ehrliches Wort, auf wirklich jede Frage eine Antwort, und – wie auch ich in meinen Kursen – praktiziert sie „die Lehre mit allen Sinnen“. Nicht nur einmal hab ich Elke sagen hören: „greif hin und sag: Wie fühlt sich das an?“ Nur wer mit allen Sinnen versteht, kann später umsetzen, was er gelernt hat. Was für ein Geschenk 💛
runderhum
Neben all dem Wissen, dem Üben, dem Fertigen, den sagenhaft kreativen Rezepten, also neben „dem Kurs an sich“, darf man bei Elke aber gerade „das Rundherum“ nicht vergessen: ein Essen mit feiner Raffinesse an einem liebevoll gedeckten Tisch, der an ein Sternerestaurant erinnert, der passende Cocktail, ein leckerer Cappuccino – und all das serviert und angerichtet auf ihre einzigartigen Weise: detailverliebt und auf den Punkt. Auch sie ist nach getaner Arbetit erschöpft, aber ihre Augen strahlen, während auch sie es genießt, mit uns aus einzigartig schönen Tellern zu speisen. Dieser Moment hat beide Tage so deutlich gezeigt, wie sehr sie liebt, was sie tut.





Für jede Praline eine wunderschöne Verpackung, eine edle Dekoration für jedes Törtchen, ein Döschen da, ein Blümchen dort – alles hat ein Recht auf Schönheit bei Elke. Hier wird nicht produziert und gelehrt, hier werden Lebensmittel kunstvoll wertgeschätzt.



mein Resümee
Auch wenn es diesmal für mich mit meinem immer noch schmerzenden Ellbogen eine kleine Herausforderung war, jeden Abend zusätzlich die Beine und der Rücken geschmerzt haben, weil um 16 Uhr nie wirklich Schluss war, und auch wenn es zeitweise etwas hektisch war, weil Elke jemand ist, der einfach ALLES zeigen und geben möchte, so war dieser Kurs „m“eine absolute Bereicherung. Selten hab ich einen Kurs mit so vielen AHA-Momenten und geklärten Fragezeichen verlassen.






Und auch wenn Elke mich zum Schluss hin einmal ernsthaft gerügt hat, nicht so viel zu reden, nehm ich ihr das nicht übel, weil ich selber weiß, wie anstrengend das ist, was sie uns geboten hat. Denn eines darf man auch nicht unerwähnt lassen: das „Rundherum“, das niemand sieht: die stundenlange Vorbereitung, das Auswiegen, das Putzen vorher, zwischendurch und nachher, das Einkaufen und Kochen, und bestimmt auch wenig Schlaf. Das sollte einfach auch mal gesagt sein 🙂








Hinterlasse einen Kommentar