Die Römer nannten sie panis focācius „in der Herdasche gebackenes Brot“ (von latainisch focus „Herd“), im Gegensatz zum panis furnācius, dem im Ofen gebackenen Brot. Mitunter wird sie als ein Vorläufer der Pizza angesehen. Focaccia gilt als ligurische Spezialität insbesondere der Stadt Genua.


Man kann sie als alleinstehende Speise mit mediterranem Gemüse belegen und backen, oder als Beilage zu Gegrilltem oder Salat verspeisen. So recht wusste ich nie etwas damit anzufangen, denn … wir haben schon seit einigen Jahren keinen Grill mehr, und Brot zu Gegrilltem fand ich immer schon überflüssig. Damit füllt man sich nur den Bauch, um dann an Bergen von Salat und Fleisch sitzen zu bleiben. Denn, jeder kennt es: man hat immer von allem zu viel.
Aber zu Salat lieb ich es sie mittlerweile. Und jetzt ist schließlich Salatzeit. Bei 31°C, gefühlten 5.000°C , hab ich gestern sämtliche Bäume und Sträucher im Vorgarten und im Hühnergehege geschnitten. Ist jetzt nicht unbedingte die passende Jahreszeit, wollt ihr mir sagen? Ja, ich weiß, aber….. eigentlich wollte ich ja nur…… naja, so ist das immer bei mir. Ich wollte nur eine Kleinigkeit machen, beim Nussbaum ein paar Äste abschneiden, weil ich immer schon gebückt durchs Hühnergehege zum Hühnerhaus laufen musste. Aber aus ein paar Ästen, wurden ein paar Äste mehr, und dann noch die Weide, dann noch die Sträucher, und weil ich grad so dabei war, musste auch die Blumenwiesen, die wohl gemerkt mehr einer Unkrautwiese gleicht, per Hand gemäht werden. Dann konnte ich doch gleich auch noch die straßenseitigen wuchernden Sträucher schneiden, die Einfahrt schrubben, und schwubbs waren sechs Stunden in brütender Hitze rum. Klug war ich ja, denn es ist der schattigste Teil unseres Grundstücks.





Danach kam zuerst die kalte Dusche – in echt – und der große Hunger. Aber es sollte etwas Kühles und Erfrischendes geben – einen Salat. Da ich jedoch sonst auch noch kaum etwas gegessen hatte, wär ein Stück Brot dazu nicht schlecht. Und wie es halt immer so ist: Kein Brot mehr da.
Also ran an die Focaccia 😉 Und bis die fertig war, hab ich mich einstweilen mit einem „leichten“ Cairprinha“ abgekühlt 😉

Rezept

ZUTATEN:
für den Teig:
300g Weizenmehl (im besten Fall Pizzamehl, oder T65)
6g Salz
5g Zucker
200g lauwarmes Wasser
10g Germ
35g Olivenöl
für das Finish: Meersalz, frischen Thymian und Rosmarin
Je nachdem, wie eilig du es hast, kannst du die Menge vom Germ auch erhöhen, aber nimm nicht mehr als 20g. Dadurch kannst du Zeit sparen, aber wirst leider auch am Geschmack sparen 😉 Meine Zeitangaben beziehen sich auf 10g Germ.
Alle Zutaten (Germ zerbröselt) für den Teig, aber nur 150g vom Wasser, in die Knetschüssel geben. Anfangs langsam, und dann, wenn alle Zutaten gut vermengt sind, die Geschwindkeit der Küchenmaschine höher stellen. Das restliche Wasser immer wieder schluckweise zugeben und immer wieder warten, bis der Teig die Flüssigkeit aufgenommen hat.
Wenn alles Wasser vom Teig aufgenommen ist, die Schüssel abdecken und für eine halbe Stunde zur Gare stellen.
Eine Teigwanne /oder Schüssel mit Olivenöl ausstreichen und den Teig nach der halben Stunde in die Teigwanne umfüllen und darin von jeder Seite her zur Mitte falten und als Päckchen zugedeckt weitere 20 min gehen lassen.
Das Falten noch einmal wiederholen, und das Teigpäckchen noch einmal 20 min gehen lassen.
Ein Backblech mit Backpapier auslegen und mit etwas Olivenöl begträufeln. Den Teig auf das Backpapier kippen und vorsichtig mit den Händen rechteckig ausbreiten, aber er sollte schon 2cm dick bleiben. Den Teig nun ebenfalls mit Olivenöl beträufeln und noch einmal 15 min gehen lassen.
In der Zwischenzeit das Backrohr auf 220°C O/U vorheizen.
Bevor die Focaccia ins Backrohr geht, mit etwas Meersalz, Thymian und Rosmarin bestreuen.
Ca. 20 min goldbraun backen.




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