Oberösterreichisches Schmankerl

Beim heurigen Austrian Foodblog Award ist in einer Kategorie ein regionales Gericht gefragt. Und da fiel mir sofort ein altes Rezept meiner Oma ein, das zwei oberösterreichisches Schwerpunkte perfekt vereint: Most und Knödel

Most ist oberösterreichisches Kulturgut mit langer Tradition und steht für Oberösterreich, wie kaum ein zweites Produkt. Sein herber und zugleich fruchtiger Geschmack ist sein unverwechselbares Markenzeichen. Most ist alkoholhaltiger, vergorener Fruchtsaft von Streuobst, der durch Keltern gewonnen wird. Er wird hauptsächlich aus Äpfel und Birnen hergestellt. Der Name stammt aus dem Lateinischen (mustum) und bedeutet „junger Wein“. 

Ich bin mehr oder weniger mit Most groß geworden, denn mein Opa hatte eine Mostkellerei mit einem Presshaus. Wir Kinder bekamen allerdings nur den „Süßmost“, die alkoholfreie Variante 😉

Der Knödel ist die „Weltkugel der Oberösterreicher“. Dass der Knödel historisch aus Oberösterreich kommt, ist sogar amtlich. Denn: Der älteste Knödelfund ist rund 4000 Jahre alt, aus der Jungsteinzeit und kann im Pfahlbaumuseum Mondsee bestaunt werden. Mittlerweile sind zahlreiche Spitzenköche in vielen Kontinenten Botschafter der Knödelküche und haben die Spezialität in die große, weite Welt getragen. (Quelle: https://www.oberoesterreich.at/magazin/der-knoedel.html)

Knödel gibt es bei uns in so zahlreichen Variationen, süß und herzhaft, mit und ohne Fülle, dass ich sie niemals alle aufzählen könnte, aber diesen Gebackenen Apfelknödel hab ich – außer bei meiner Oma – noch nie irgendwo gesehen.

Einfache Zubereitung trifft auf knusprige Süße

Wer jetzt vermutet, dass diese Knödel, weil sie in Fett schwimmend heraus gebacken werden, vor Fett triefen, den darf ich beruhigen. Bei perfekte Öltemperatur (170°C) nimmt das Gebäck kaum Fett auf (Temperaturkontrolle mit Holzkochlöffel: Hält man den Stiel ins Fett und es bilden sich rundherum kleine Bläschen, ist die Hitze perfekt!)

Wichtige Arbeitsschritte

Äpfel schälen, entkernen und klein schneiden. Butter erhitzen und die Apfelstückchen mit dem Zucker, dem Zitronensaft und den Gewürze ca. 10 min dünsten.

In der Zwischenzeit in einer getrennten Pfanne 10g Butter erhitzen und die Semmelbrösel vorsichtig anrösten.

Die gerösteten Semmelbrösel, Mandeln, Zitronenschale und die Rosinen unter die Apfelmasse rühren, leicht abkühlen lassen und anschließend mit einem Ei gut verrühren.

Kleine Knödel formen und auf einem bemehlten Brett etwas anziehen lassen.

Die Panierstraße am besten in kleinen Schüsseln vorbereiten und anschließend jeden Knödel zuerst in Mehl, dann in versprudeltem Ei und in Pankomehl wälzen.

Öl erhitzen und die Knödeln schwimmend knusprig goldbraun backen.

Komplettes Rezept

2 thoughts

  1. Das klingt ganz schön lecker… 😍 Und dann noch verknüpft mit einer Kindheitserinnerung, das sind die besten Rezepte!
    Die drängende Frage, die sich mir stellt: Kann man die Knödel auch mit der Heißluftfritteuse zubereiten? 🤔😁

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    1. oh ja, was für ein geistreicher Gedanke – die Heißlustfritteuse könnte da bestimmt auch ihre Dienste leisten, aber – you know – Fett ist nun mal auch Geschmacksträger…. ich wollt es ja nur mal gesagt haben 😉

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