Der April tut ja bekanntlich, was er will …

und weil auch ich so gerne tu, was ich will, beginne ich einfach mal mit einer DANKSAGUNG: Ich bedanke mich bei https://odettekocht.de/de/ für die wichtige Erinnerung, dass der April vorbei ist. Ja Leute, wieso hat mich denn da keiner drauf aufmerksam gemacht?? Das hätt ich jetzt glatt verschlafen. (Böse Zungen mögen behaupten, dass Menschen, die keiner geregelten Arbeit nachgehen, irgendwann einmal das Zeitgefühl verlieren. Ich weiß im Grunde nicht, warum das behauptet wird. Aber ich will mich an so einem schönen Sonntag wie heute nicht drüber ärgern.)

done

Mein April war geprägt von vielen Arzt- und den dadurch folgenden Therapie-Terminen. Das interessiert hier wahrscheinlich niemanden wirklich sonderlich, hat bloß mich merklich beschäftigt – sowohl physisch als auch gedanklich.

Außerdem wurde mir deswegen im April deutlich öfter in der Nase gebohrt, als ich es im Selbstversuch im Kindergarten fleißig geübt hatte. Man darf/kann ja aktuell kaum etwas unternehmen, ohne „negativ“ zu sein, was für mich leicht verstörend ist, da ich immer bestrebt war, „positiv“ zu sein.

Zwischen 6. und 13. April hatten wir (hoffentlich) den letzten Schnee für diesen Winter, was die letzten Jahre ja gern auf Ostern fiel, wir dies heuer aber tatsächlich sonnig feiern konnten, wenn man das zu Cordulas Zeiten überhaupt als „feiern“ bezeichnen kann. (Anmerkung am Rande: ab 19.Mai erwartet uns nun in Österreich mit der Öffnung der Gastronomie tatsächlich wieder etwas Normalität) Und am 25.April begleitete ich für heuer zum ersten Mal MrRight, der definitiv kälteunempfindlicher ist als ich, auf einer kleinen Mountainbiketour. Bei Sonne und knapp 18° C lagen wir sogar eine halbe Stunde auf einer Wiese. Frühling du bist sowas von willkommen 💛

gardening

Nachdem sich der Schnee verkrümelt hat, hat mich dann doch auch endlich die Gartenlaune gepackt. Mein Projekt vom letzten Jahr, nämlich Süßkartoffeln wieder selber zu ziehen, schrie nach einer Wiederholung, in der Hoffnung auf einer reichere Ernte, da man aus Fehlern ja bekanntlich lernt.

Außerdem hab ich letztes Jahr einiges an Saatgut gesammelt, das unter die Erde wollte, und ein Früh-Hochbeet hat in unserem Garten auch immer noch gefehlt.

Da meine Experimentierfreude auch vor Pflanzen keinen Halt macht, hab ich Mangokerne „entkernt“ und mit Papayakernen gesät, und Jungpflanzen gekauft, die eigentlich eher im Süden wachsen. Aber wenn schon kein Urlaub im Süden möglich ist, dann hol ich mir den Süden doch einfach in den Garten.

Zum Stand heute, 5.5.21, leben fast alle Pflanzen noch. Die anderen wurden totgeschwiegen, der Kompost braucht schließlich auch Futter.

Preview: Zu all meinen Gartenprojekten werde ich noch einen eigenen Beitrag schreiben!

listened

Weil mir meine Augen aktuell gerne jeden Buchstaben doppelt zeigen, hab ich begonnen, Hörbücher zu hören. Und ich sag euch: Das kann man wirklich immer und jederzeit und überall, bei jeder Tätigkeit machen. Ok, beim Sex würd ich jetzt eher drauf verzichten, auch beim Lesen von Rezepten kann ich es nicht empfehlen (ich spreche aus eigener Erfahrung) aber beim Putzen, Bügeln, Backen, bei der Gartenarbeit, selbst beim Radfahren oder Walken – für mich ist es eine absolute Bereicherung.

Ich hatte mir auf Empfehlung den Roman „Der Heimweg“ von Stefan Fitzek zugelegt. Da das Lesen aber aufgrund oben beschriebener Zweibuchstäblichkeit etwas mühsam war, lud ich mir das Buch als Hörbuch runter und war sofort gefangen. Den Anfang fand ich schleppend. Es war mein erster Psychothriller und ich hatte Schaudern, Grausamkeit und absolute Spannung erwartet, was im ersten Drittel des Romans etwas ausblieb. Danach kam der Roman aber in Fahrt, die sich regelmäßig ändernden Blickwinkel unter den Charakteren machten es richtig interessant. Die zwischendurch von mir vermuteten „Roman-Fehler“ entpuppten sich am Schluss als gewollt, was mir ein schönes „aha“-Erlebnis bescherte, auch wenn der tatsächliche Schluss für mich dennoch etwas fragwürdig bleibt. Auf jeden Fall werde ich aber weitere Bücher von Fitzek anvisieren. „Das Paket“ ist schon „angekommen“

Über mein Audible Probeabo hab ich mich als mein zweites Hörbuch für „Achtsam morden“ von Karsten Dusse entschieden. Es war ebenfalls eine Empfehlung, für die ich richtig richtig dankbar bin.Bevor ich auf den Inhalt eingehe, muss ich vorweg gleich mal festhalten, dass Matthias Matschke der perfekte „Vorleser“ dieses Romans ist. Seine Stimme hat eine Klarheit und zum Romaninhalt so passende Gelassenheit in seiner Stimme, dass es einen einfach fesselt. Er wählt für die Charaktere die jeweilige Stimme, Tonart und den passenden Akzent, dass das Zuhören zum teils auch lustigen Erlebnis wird. Mehr als einmal musste ich laut lachen. 5 Sterne alleine für Matthias Maschke!!
Da ich mich persönlich gerade mit Achtsamkeit beschäftige, hat mich der Romaninhalt gelockt und ich wurde nicht enttäuscht. Es so humorvoll und etwas sarkastisch zu verpacken ist einfach genial. Denn trotz des etwas perfiden Umsetzens versteh ich nun doch viel besser, was Achtsamkeit tatsächlich bedeutet. Wer das kritisch sieht, der kann mit schwarzem Humor einfach nichts anfangen 😉 Das Thema einfach perfekt umgesetzt – nie kurzweilig – viele Aspekte des menschlichen Zusammenlebens voll auf den Punkt gebracht, rethorisch 1A. Ich war enttäuscht als der Roman zu Ende ging und freu mich auf die nächsten Bände. Absolute Lese- und Hörempfehlung!

watched

Als eigentliche Cineasten kommen wir aufgrund der derzeitig geschlossenen Kinos bei den sich immer wiederholenden TV-Serien aktuell nicht so richtig auf unsere Kosten, weswegen selbst ich mittlerweile die aktuellen Streaming-Dienste bevorzuge. Über Netflix haben wir im April mit Begeisterung die Serie „Bridgerton“ geschaut, wobei wir mit nur wenigen Folgen und bloß einer Staffel schnell durch waren. Eine echt empfehlenswerte Serie, die um 1800 spielt und mit Augenzwinkern den Unterschied zwischen Mann und Frau (auf Sexualität und Aufklärung bezogen) und Arm und Reich zeigt.

Aktuell gehört aber „Shameless“ über Amazon Prime zu unserem fast täglichen Abendprogramm. Hier gibt es Gott sei Dank bereits acht oder mehr Staffel, sodass noch einige Abende gerettet sind. Wer allerdings ein Problem damit hat, dass ein stets gern trinkender Vater von sechs Kids diese gern vernachlässigt und sich selbst überlässt, diese sich dann aber doch immer wieder perfekt durchs Leben schlagen, nicht immer dem Gesetz entsprechend, der sollte sich für eine andere Serie entscheiden. Für mich ist das Credo dieser Serie aber: Egal wie scheisse es dir geht: wir halten immer zusammen 💛 Mit viel schwarzem Humor werden hier Themen wie „das nackte Überleben“, Familienzoff, das offene Ausleben und Kennenlernen von Sexualität, schlechte Einflüsse, Pubertät, Kinderwunsch, Geschwisterliebe, Freundschafte, Sehnsüchte und „Fehlermachen“ perfekt und sehr offen vereint.

Aus einer netten WhatsApp-Gruppe von drei Insta-Mädels (mich mit eingeschlossen) hat sich außerdem ein donnerstäglicher TV-Fixpunkt entwickelt: wir gucken regelmäßig gemeinsam GNTM um via WhatsApp zu lästern und zu lachen. Wer hätte sich das VOR „Cordula“ je gedacht, dass man so etwas macht? Man trifft sich online, tauscht sich aus, trinkt etwas und hat Spaß. Was für ein schönes neues „must do“ 💛

kitchening

Aufgrund eigener fehlender Kochkreativität hab ich mich im April an Rezepte lieber Kochbloggerinnen gehalten und zb Gratinierten Kohlrabi nachgekocht, den ich so eigentlich nie vorhatte zu essen, ABER ich kann euch das Rezept echt nur ans Herz legen. Das Rezept findet ihr übrigens bei meiner geschätzten Blogger-Kollegin Oda hier: https://odettekocht.de/de/2021/rezepte/mit-kaese-ueberbackener-kohlrabi-in-basilikum-sahne/

Das Thema „Backen mit Buchweizen“ und „Sauerteig umzüchten“ hat mich im April schwer gefesselt (lest dazu gerne meine aktuellen Beiträge hier und auf meinem Instagram-Account) Es sind die tollsten Dinge entstanden und vieles davon #zumerstenmal.

Außerdem hab ich mich schon länger in einige asiatische YouTuber verguckt, die die tollsten Hefeteig-Kreationen herstellen. Einiges davon hab ich bereits erfolgreich umgesetzt, aber noch nicht gepostet. Ihr könnt euch im Mai also bereits auf einige tolle Beiträge von mir freuen, die zum Nachbacken bestimmt sind.

Tatsächlich hab ich im April ebenfalls #zumerstenmal meine Idee bake@home getestet, und vor Ort zu Hause bei einer mir bis dahin fremden Person umgesetzt. Ich habe meine Gewinnerin der Pinzeback-Challenge von Insta persönlich besucht, ihr ihren Gewinn überreicht und ihr anschließend gezeigt, wie man Handsemmeln schlägt. Gut, ok, wir haben viel gequatscht und getratscht, uns fabelhaft verstanden, und dabei hab ich offensichtlich den Ernst der Lage unterschätzt und wichtige Anweisungen vergessen 😉 Es hat mir auf jeden Fall vor Augen geführt, dass Konzentration noch nie schlecht war.

Ich hoffe mal,…

….euer April war mindestens so turbulent wie meiner, und er hat gemacht, was IHR wollt. Seid mir wohl gesonnen – wir lesen uns Anfang Juni hier wieder.

Alles, was in meinem Beitrag wie Werbung wirkt, ist einfach meine freie Meinungsäußerung, unbeauftragt und unbezahlt.

2 thoughts

  1. Danke für die gleich zweifache Erwähnung, liebste Claudi! 💝 Und weil ich ja immer gaaanz nah dran bin, wussste ich natürlich auch schon vieles. Macht aber nix! 😄 Für Fitzek bin ich übrigens zu zart besaitet 🙈, aber Achtsam Morden habe ich ja auch gelesen, wobei ich sagen muss, dass ich das Buch zwar schon ganz lustig fand, mich der Stil aber auch recht schnell genervt hat. 🤷🏻‍♀️ Aber manche Bücher profitieren auch davon, dass sie vorgelesen werden – vielleicht ist das eins davon!
    In Bridgerton habe ich reingesehen, hatte in dem Moment aber keine Lust auf Kostüm-Kino und bin noch während der ersten Folge wieder ausgestiegen. 😬 Möglicherweise war’s nur der falsche Zeitpunkt und ich schau nochmal rein! Shameless kenne ich nicht und hab mir das direkt mal auf die Watchlist gesetzt! 😃
    Und wenn ich ja GNTM nicht immer erst Freitags zusammen mit der Tochter gucken würde, wäre ich an einer Aufnahme in die Gruppe interessiert! 😍 Guckt ihr danach auch sowas wie den Bachelor? 🤣

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    1. hab tatsächlich vergessen hierauf zu antworten – sorry, so sorry 💛 Für Fitzek muss man nicht extra besaitet sein, ich fand’s eher langweilig und bin doch auch eher zartbesaitet….aber wie war das noch mit Eigenreflektion und Fremdreflektion? 🤣 Ich bin mir auch nicht sicher, ob mir „Achtsam morden“ GELESEN genauso gefallen hätte, es war vor allem die Stimme und die Art von Matthias Mattschke, die das ganze zum großen GANZEN gemacht hat 😉 Deine Anmeldung zu GNTM-WhatsAPP Gruppe ist hiermit vorgemerkt…wir überlegen gerade eine andere regelmäßige Show „gemeinsam zu gucken“… für Vorschläge sind wir offen 😉

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